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WDR Radio
06.06.2019 Öffentliche Uraufführung
Lange Nacht der Ideen
-
DFJW, Deutsch-Französisches Jugendwerk
Berlin-Mitte

Die Passage

Ein Feature von Sandrine Jorand

- Von Solidarität und Migration in den Alpen zwischen Italien und Frankreich -

Westlich von Turin gibt eine Passage zwischen den französischen und italienischen Alpen. Ein Ort der Migration seit Jahrhunderten. Dort ist es das Ende des Winters, aber noch nicht ganz Frühling. Die Bergen stehen sehr stolz da, fast als würden sie glänzen.

Grün, grau und braun sind die dominanten Farben. Auf den Gipfeln gibt es noch Schnee: weisse, Flecken in dieser ruhigen Gegend, westlich von Turin, in den Alpen zwischen Italien und Frankreich. 400 Kilometer schneebedeckte Pisten, auf denen die Skifahrer wie jedes Jahr von Sauze d’Oulx über Sestriere bis Montgenèvre die Berge geniessen. Ein wunderschönes Skigebiet. Doch wer genauer hinschaut, sieht nicht nur Urlauber in den Bergen.

An diesem Ort, besonders in Montgenèvre, flüchten Menschen nach Frankreich, um dort ein besseres Leben zu finden. Zwei Jahre haben sie gebraucht, um von Westafrika diese Passage zu erreichen. Meistens nachts laufen sie die Berge hoch, um der Grenzpolizei zu entkommen. Von ortskundigen Anwohnern werden sie aus den gefährlichen Situationen abgeholt, gepflegt und beherbergt.

Im Feature hören wir AktivistInnen und Einwohner, die von ihrem Engagement, ihrem Gefühl der Solidarität und ihrem Wunsch nach einer gerechteren Gesellschaft für alle Europäer erzählen.

Autorin und Regisseurin: Sandrine Jorand
Das Audio-Feature ist eine WDR-Produktion 2019
Redakteurin: Leslie Rosin
Assistentin: Katarina Schnell
Übersetzerinnen: Chiara Forlani und Katharina Joy Book
Ton: Olaf Dettinger - Studio X.1

Audio

Portrait 1
Jean-Gabriel Ravary

Es ist ein Gefühl der Bruderschaft. Wenn wir in den Bergen Zeugen eines Unfalls werden, helfen wir, ziehen das Seil, schieben.

Wir kümmern uns nicht darum, ob jemand weiß oder schwarz ist.... Wir denken nicht mehr in Grenzen. Die Berge gehören niemandem.

Portrait 1
Isabelle Hart

Ich bin eine Person, die im Geschehen sein will, als Psychologe muss und will ich wirklich mit diesen Menschen in Kontakt bleiben, ihnen alles geben, was ich kann. Das Beste ist vor Ort zu sein.

Es ist nur wenig, aber wir sehen Menschen, die mit einem Lächeln auf den Gesichtern gehen und die für eine Weile getröstet sind. Das ist es, was ich tun kann. Ich tue es so gut ich kann. Es berührt mich auf menschlicher Ebene.

Portrait 1
Elena

Sieben Stunden lang war Mathieu durch die Berge unterwegs.

Er verlief sich, verlor Schuhe und Socken im Schnee. Also ging er barfuß weiter .

Im Krankenhaus dachten sie, sie müssten die Füße amputieren. Aber dann haben wir es mit meinen Freunden zusammen geschafft, mit Medikamenten und allem, was wir zusammen tun konnten. Er war ein starker 20-jähriger Junge, ein Athlet, der Ball spielte. Also war er im guten körperlichen Zustand, muskulös. Sein Körper konnte sich wieder erholen.

Film zum Feature

SP38: Street-Art
Katrin Eissing: Bilder und Schnitt
Audio - WDR

Die Passage - Mitwirkende

Helfer der Migranten:

Nathalie Bini, doctor from the NGO Rainbow for Africa
Maria Delfilippi,
Jean-Gabriel Ravary, mountain guide
Pauline Rey, volunteer for community service
Isabelle Hart, psychologist from the NGO Médecins du Monde
Marie-Laure de Séverac, doctor from the NGO Médecins du Monde
Elena Pozzallo.

Stimmen:

Ilka Teichmüller: Erzählerin
Merle Wasmuth: Nathalie Bini und Pauline Rey
Caroline Schreiber: Maria Delfilippi und Marie-Laure de Séverac
Robert Dölle: Jean-Gabriel Ravary
Hüseyin Michael Cirpic: Daniele Bermond
Jele Brückner: Isabelle Hart
Hildegard Meier: Elena Pozzallo.

Landwirt

Daniele Bermond

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Typografie: SP38

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